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Tarife
21€ Normaltarif
10,50€ Jugendtarif
1,50€ Kulturpass
Sprache
Deutsch

Das Musiktheater-Projekt Ich kann meinem Hirn die Bilder nicht verbieten steht für eine perspektivenreiche, vielschichtige, aber auch widersprüchliche Weltsicht. Ausgehend von der Arbeit des deutschen Schriftstellers Walter Kempowski, der in seiner zwischen 1993 und 2005 veröffentlichten zehnteiligen Buchreihe Das Echolot, die Gleichzeitigkeit und die Vielfalt des menschlich Erlebten während des Zweiten Weltkriegs als eindrucksvolles „kollektives Tagebuch“ dargestellt hat, erinnert die Compagnie du Grand Boube in Text und Musik an das Schicksal einzelner Menschen. Im Geflecht von Auszügen aus Tagebüchern und Briefen unbekannter Zeitzeugen kommen auch bekanntere Stimmen zu Wort. Der Weg führt etwa vom Brief voller offener Fragen, die ein einfacher Frontsoldat an seine geliebte Frau stellt, über die scheinbar nichtigen gesellschaftlichen Beobachtungen, die ein anerkannter Schriftsteller zur gleichen Zeit an einem andren Ort aufschreibt, bis hin zum verzweifelten Tagebucheintrag eines Internatsleiters, der entschlossen hat, jüdischen Kindern kurz vor ihrer Deportation zu erzählen, er würde sie mit auf eine Erholungsreise nehmen… Das Ringen mit Erinnerung, Hoffnung und Vergessen wird in Geräuschen und Klängen, Stimmen und Worten, nachgezeichnet, am Puls historischer Fakten, aber stets jenseits vom Guten und Bösen, das unsere gesellschaftliche Narrative beherrscht. Eine Talfahrt der Ideale bis ans bittere Ende des hautnahen Empfindens.

Mani Muller, dramaturgische Gestaltung und Umsetzung. Franz L. Klee, , Komposition und Klavier. Timo Hein, erweiterte Tongestaltung und Klangkunst. Peggy Würth , Bühne und Kostüme. LEILA LALLALI, NORA KÖNIG, Schaupiel.
Eine Produktion der Compagnie du Grand Boube mit dem CAPE-Centre des Arts Pluriels Ettelbruck und dem Escher Theater, in Zusammenarbeit mit dem Verein Al Synagog Ettelbréck, unterstützt von der OEuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte.
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